Köderbau

Eine Ködermanufaktur lebt von der Kunst des Köderbaus.

 

Dabei ist der Köderbau ein mitunter langwieriger Prozess, der die ursprüngliche Idee zum Köder, die eigentliche Umsetzung und im Anschluss die Kontrolle beinhaltet. Die Umsetzung und die Kontrolle werden so lange wiederholt, bis der Kunstköder ein perfektes Laufverhalten aufweist.

 

Wir geben dir mit den nachfolgenden Bildern und Texten einen exklusiven Einblick in den Prozess des Köderbaus anhand eines ULF 12.5 Jerkbaits, den wir für einen holländischen Auftraggeber angefertigt haben. 

Vorarbeiten


Vor dem eigentlichen Herstellungsbeginn, sind diverse Vorarbeiten nötig. 

So muss zum Beispiel erst das Gerüst des Kunstköders, der von uns verwendete V4A-Edelstahldraht, in die richtige Form gebracht werden. Hierfür werden an beiden Enden mittels Maschineneinsatz zwei Ösen gedreht. Anschließend wird der Draht per Hand gebogen, wodurch die Öse für den späteren Bauchdrilling entsteht.

Weitere notwendige Vorarbeiten sind das Abwiegen und Zurechtschneiden der Bleiplättchen, die später am Draht montiert werden und als Körperschwerpunkt dienen. Und natürlich muss im Vorfeld eine Silikonform für den Köder erstellt werden (siehe nachfolgende Bilder).

Der Gießprozess


Ist das Bleiplättchen fest mit dem Draht verbunden, wird dieser in die Silikonform eingelegt. Um sicherzustellen, dass der Draht immer in der gleichen Position liegt, fixieren wir ihn mittels dreier kleiner Metallstifte. 

Anschließend werden beide Silikonformhälften zusammengeklappt und fixiert.

Als Nächstes mischen wir den Zwei-Komponenten-Gießharz an, fügen noch ein weiteres Material hinzu (alles können wir leider nicht verraten) und gießen das noch flüssige Harz in die obere Öffnung (Ansaugstutzen) der Silikonform bis sie vollständig ausgefüllt ist. 

Nach einer gewissen Trocknungszeit, werden die Silikonformhälften vorsichtig gelöst und der angetrocknete Gießling entnommen. 

Da die Gießlinge in Ruhe ausgasen sollen, lassen wir sie für einige Wochen liegen, bevor wir sie weiterverarbeiten.

Lackierarbeiten


Der fertige Gießling wird nun mithilfe von Airbrushpistolen und ggf. Pinseln optisch so gestaltet, wie unser Auftraggeber es sich wünscht. 

Eine Zeitangabe für die Lackiertätigkeiten können wir nicht machen, da es ganz auf das anzufertigende Dekor ankommt. Es liegt in der Natur des Gesetzes, dass einige Dekore leichter umzusetzen sind als andere. 

Auf den Bildern ist zu sehen, dass André gerade unser "New Pike"-Dekor sprüht. 

Epoxieren


Ist die Airbrushfarbe auf dem Kunstköder trocken, so geht es an's Epoxieren. 

Das Epoxidharz bildet eine dicke und nahezu undurchdringliche Schutzschicht um den Köder. Sie schützt zum einen die Farbe vor ärgerlichen Lackkratzern und verzeiht auch die meisten Fehlwürfe gegen Spundwände und Brückenpfeilern. 

Der Kunstköder wird mittels eines Pinsels gleichmäßig und von allen Seiten mit dem zähflüssigen Epoxidharz bestrichen. Anschließend wird der epoxierte Köder im sich kontinuierlich drehenden Köderkarussell fixiert. Diesen Vorgang wiederholen wir drei bis vier Mal, um die optimale Haltbarkeit zu erzielen. Das heißt, dass jeder unserer handgefertigten Kunstköder mit drei bis vier Schichten Epoxidharz behandelt wurde.

Der letzte Schliff

Ist der Kunstköder fertig epoxiert, werden die Ösen vom Überschuss befreit und die Drillinge (VMC 7554 BN) montiert. 

Anschließend wird der Köder verpackt und verschickt.

 

Wir hoffen, dass wir dir den Prozess des Köderbaus näher bringen konnten und du die Arbeit hinter einem handgefertigten Kunstköder zu schätzen gelernt hast.

 

Nachfolgend findest du noch einen kleinen Ausschnitt aus der Werkstatt.

Gallerie Kunstköderbau

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"Handgemachte Kunstköder für Angelfreunde, die nicht protzen müssen, es aber dennoch gern tun"

André und Ric Inhaber von Forge of Lures
Ric & André